Die Öffentlichkeit wird die Möglichkeit haben, sich zum Pilotprogramm des NYPD mit am Körper getragenen Kameras zu äußern, bevor es später auf 1.000 Kameras ausgeweitet wird.
Die Online-Umfrage, die unter nypdbodycameras.org verfügbar ist, wurde im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem NYPD und dem Policing Project der New York University ins Leben gerufen, um auf die Bedenken der Bevölkerung hinsichtlich des Programms zu reagieren.
„Wir sind bei diesem Thema absichtlich sehr langsam vorgegangen“, sagte Polizeipräsident Bill Bratton am Mittwoch und fügte hinzu, er wolle jede öffentliche Verwirrung über das Programm und die Technologie ausräumen. „Bevor wir also auf 1.000 Kameras umsteigen – was es zu einer der größten im Land machen würde –, bevor wir auf 5.000 oder 10.000 umsteigen, wollen wir sicherstellen, dass wir die Richtlinien umgesetzt haben, dass die Öffentlichkeit sie versteht, dass wir die Medien verstehen, dass wir die Politik verstehen.“
Die Umfrage umfasst 22 Fragen, unter anderem, ob jemand in einem Gebäude der New York Housing Authority wohnt und in welchen Situationen er den Einsatz einer Bodycam für angemessen hält.
„Wir begrüßen die außergewöhnliche Initiative des NYPD, Feedback von den New Yorkern einzuholen, die von dieser neuen Technologie betroffen sein werden, und es ist uns eine Ehre, an diesem entscheidenden Dialog zwischen der Abteilung und der Öffentlichkeit teilzunehmen“, sagte Barry Friedman, Direktor des Policing Project, in einer Erklärung. „Dieses Projekt ist in seinem Umfang bahnbrechend und kann als Modell für andere Polizeiabteilungen im ganzen Land dienen.“
Nach Ablauf der öffentlichen Kommentarfrist wird das NYPD sämtliche aufgrund der Rückmeldungen vorgenommenen Anpassungen dem Bundesaufseher und dem Gericht zur Genehmigung vorlegen, so das Policing Project.
Dem Policing Project zufolge sammelt eine weitere vom Marron Institute of Urban Management an der NYU durchgeführte Umfrage über einen Online-Fragebogen Feedback von NYPD-Beamten.
Im Jahr 2014 begann das New York Police Department damit, etwa 60 Polizisten mit Bodycams auszustatten. Jeder von ihnen wurde mit einem von zwei Modellen ausgestattet. Das Programm folgte auf das 2013 ergangene Urteil der Richterin des US-Bezirks Manhattan, Shira Scheindlin, zu Stop-and-frisk-Maßnahmen. Darin wurde unter anderem ein Pilotprogramm zur Aufzeichnung von Kontrollen in fünf Testbezirken gefordert.